Der Kiefer knackt und schmerzt, wenn Sie kauen? Der Nacken ist verspannt und die Schmerzen ziehen bis in die Schulter und den Rücken? Dann wundern Sie sich bitte nicht, wenn wir als Kieferorthopädie in Euskirchen unsere Hilfe anbieten. Eventuell handelt es sich hier um eine CMD – die craniomandibuläre Dysfunktion: ein zumeist schmerzhaftes Krankheitsbild, das entweder die Kaumuskulatur, die Kiefergelenke und / oder den Zusammenbiss der Zähne betrifft.

Vereinbaren Sie jederzeit einen Termin:

  • bei schmerzhaftem Knacken im Kiefer
  • bei ungeklärten Kopfschmerzen oder migräneartigen Anfällen
  • wenn Sie nachts mit den Zähnen knirschen
  • bei Verdacht auf einen Tinnitus
  • wenn die Nacken- und Rückenmuskulatur dauerhaft verspannt ist

Warum eine CMD zu Schmerzen im ganzen Körper führen kann

Mit Kopf- oder Rückenschmerzen zum Kieferorthopäden? Ja, das ist aus zahnmedizinischer Sicht nicht ungewöhnlich. Mund und Kiefer sind über die Halswirbelsäule direkt mit der Skelettmuskulatur des gesamten Körpers verbunden. Mögliche Verspannungen und Dysbalancen übertragen sich so in beide Richtungen.

CMD-Info:
Von der craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sprechen wir, wenn das System aus Muskulatur, Kiefergelenken und Zähnen nicht mehr harmonisch und funktionell arbeitet – es kommt zu einer Funktionsstörung. Der Begriff CMD setzt sich aus den lateinischen Wörtern Cranium (Schädel), Mandibula (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion) zusammen. Verspannungen in der Kaumuskulatur – für die es unterschiedliche Gründe geben kann – übertragen sich so auf andere Regionen des Körpers.

Eine Funktionsstörung wie die CMD ist ohne fundierte Diagnostik für den Laien kaum zu erkennen. Denn CMD ist nicht gleich CMD: Schmerzen können ihre Ursache in der Kaumuskulatur haben und in den Körper ausstrahlen, allerdings führen auch Verspannungen und Dysbalancen in der Skelettmuskulatur zu Problemen im Kiefergelenk.

Dr. Tobias Klur und unser KFO-Team in Euskirchen sind auf die craniomandibuläre Dysfunktion spezialisiert. Wir gehen den Ursachen auf den Grund und finden in Zusammenarbeit mit Zahnarztpraxen, Orthopäden und Physiotherapeuten den Weg aus den Schmerzen.

CMD und die vielfältigen Ursachen

Um eine Erkrankung wie die CMD zu verstehen, ist es sinnvoll, sich die Ursachen genauer anzuschauen. Diese sind gerade bei der craniomandibulären Dysfunktion sehr vielfältig und nicht bis ins Detail geklärt. So galt in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts der Zusammenbiss der Zähne (die sogenannte Okklusion) als wesentliche Ursache.

Der „falsche Biss“, so weiß man heute, spielt sicherlich eine Rolle bei der Entstehung der CMD. Es sind allerdings diverse Faktoren, die hier großen Einfluss nehmen:

  • der Zustand von Muskeln und Gelenken der äußeren Extremitäten
  • Zahnersatz wie Kronen oder Brücken, der nicht perfekt passt
  • Zahnfehlstellungen
  • die Wirbelsäule als Stütze des gesamten Bewegungs- und Halteapparates
  • der Hormonhaushalt
  • genetische Voraussetzungen
  • Stress und Anspannungen im Alltag
  • psychosoziale Aspekte wie z. B. eine Depression

CMD-Diagnose: mehr als die Funktionsanalyse der Kiefergelenke

Eine CMD genau zu diagnostizieren, benötigt vorwiegend Erfahrung und umfassende Kenntnisse, die über die Zahnmedizin und die Kieferorthopädie hinausgehen. Bei der sogenannten Funktionsanalyse (in diesem Bereich hat unser Kieferorthopäde Dr. Klur ein zusätzliches Masterstudium abgeschlossen) setzen wir unterschiedliche Verfahren ein:

  • Die genaue Untersuchung und Befragung der Patientinnen und Patienten sind unerlässlich. Wir fragen, wie lange die Symptome schon bestehen, wie stark die Schmerzen ausgeprägt sind und vor allem, in welchem Bereich sie lokalisiert sind. Wichtig zu wissen: Sind oder waren Rückenprobleme, Hüftprobleme oder andere Auffälligkeiten im Halte- und Bewegungsapparat vorhanden?
  • Die Analyse der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke bringt weitere Informationen für die Therapeutin bzw. den Therapeuten.
  • Auch die Zähne, die Zahnstellung und vor allem der Zusammenbiss werden auf mögliche Abweichungen hin untersucht.

CMD-Behandlung mit Schienen, dem Zahnarzt und einem Netzwerk aus Spezialisten

Nur eine umfassende Diagnostik und das Wissen um bestimmte Lebensumstände unserer Patientinnen und Patienten ermöglichen die individuell passende Behandlung.

Der Goldstandard in der CMD-Therapie ist die Aufbiss-Schiene, die auch als Okklusions- oder Knirscher-Schiene bekannt ist. Hier stehen uns in der Zahnmedizin verschiedene Varianten zur Verfügung – je nach Beschwerdebild und Komplexität der Symptome. In den meisten Fällen lautet das primäre Ziel: Entkopplung der Biss-Situation und Entspannung der Muskulatur.

Die Schiene tragen Sie normalerweise in der Nacht. Während Sie schlafen, hilft sie dabei, die Zähne, die Kiefergelenke und die Muskulatur zu entspannen und auszubalancieren.

Ihre Schiene passen wir individuell für Sie an. Kieferorthopädie und Zahntechnik arbeiten hier Hand in Hand. Für die Anfertigung können wir unseren 3-D-Scanner verwenden – die Zeiten, in denen Patienten in eine Kunststoffmasse beißen, sind vorbei.

Die kieferorthopädisch / zahnmedizinische Therapie erfolgt über mehrere Sitzungen, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Stellen wir in dieser Zeit fest, dass tatsächlich der „falsche Biss“ die Ursache für die Beschwerden ist, können wir schnell reagieren und …

  • … die Zähne mit kieferorthopädischen Maßnahmen umstellen
  • … die Zähne in Kooperation mit Ihrem Zahnarzt mit dem passenden Zahnersatz (Kronen) versorgen

Bei Bedarf setzen wir manual-therapeutische Maßnahmen (Physiotherapie) oder auch Medikamente ein. Auch Entspannungsmaßnahmen oder psychotherapeutische Ansätze können langfristig eine Lösung sein. In diesen Fällen kooperieren wir mit erfahrenen Partnern in Euskirchen und der näheren Umgebung.